“GM hau ab”, steht auf Schildern, die Demonstranten vor wenigen Tagen stolz Richtung Himmel hielten. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz will nun ausgerechnet EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zu Hilfe rufen, damit ja keine Staatsgelder an den wankelmütigen US-Autoriesen fließen. General-Motors-Chef Fritz Henderson ist derweil zu einem Blitz-Besuch nach Deutschland gereist. “Fritz the Blitz”, wie Henderson pikanterweise genannt wird, versucht seit gestern den Opelanern die Sanierung à la GM schmackhaft zu machen.

Einfach hat er es dabei nicht: Denn die Empörung der Opel-Mitarbeiter, der Politik und in der Bevölkerung sitzt tief. GMs Fallrückzieher vom geplanten Opel-Verkauf an Magna hat allem Aufschrei zum Trotz auch gute Seiten. GM hat im Kampf um die Kontrolle über geschickt taktiert und den Blitz-Krieg fürs erste gewonnen. Die wieder erstarkte US-Konzernmutter braucht die Marke mit dem Blitz mehr als früher. Und der deutsche Steuerzahler könnte davon profitieren.

In der Titelgeschichte der WirtschaftsWoche haben meine WirtschaftsWoche-Kollegen und ich  aufgeschrieben, warum Opel bessere Chancen unter GM hat als im Magna-Verbund. Den Artikel finden Sie nun auch online unter

Blitz-Krieg: Warum General Motors gut für Opel ist

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