Langsam lichten sich die Nebel um Opels Pläne für sein Elektroauto Ampera: Vor wenigen Tagen hat Opel den offiziellen Preis bekanntgegeben. Mit 43.000 Euro wird das schicke Fahrzeug nicht gerade billig. Opel-Chef Nick Reilly, den mein Kollege Franz Rother und ich vor kurzem für die WirtschaftsWoche interviewten, hat durchaus ambitionierte Pläne für das Fahrzeug: Zwar werden die Verkaufszahlen „in den nächsten Jahren eher gering sein“, sagte Reilly in dem Interview. Im Jahr 2012 soll Opel aber europaweit zwischen 12.000 und 15.000 Amperas verkaufen.

Ein Großteil davon, sagte Reilly, werde an Flottenkunden gehen. „Wir führen bereits vielversprechende Gespräche mit namhaften Großabnehmern“, so Reilly. Damit zielt Reilly in die gleiche Richtung wie Opels Konzernmutter General Motors (GM): Vor kurzem hat der US-Konzern General Electric bei GM 25.000 Stück des weitgehend baugleichen Elektroautos Volt bestellt.

Mit einer Batterieladung kommt der Ampera rein elektrisch 80 Kilometer weit. Ein Range Extender in Form eines Benzinmotors, der die Batterie nachlädt, vergrößert die Ampera-Reichweite auf 500 Kilometer. Der Ampera ist  weitgehend mit dem Elektroauto Volt der Konzernmutter General Motors (GM) identisch und wird – wie der Volt auch – in den USA gefertigt. Ende 2011 will Opel die ersten Amperas ausliefern. Der Volt ist bereits ab Ende dieses Jahres in den USA erhältlich.

GM  sei der branchenweit erste Autohersteller, der sich mit einem Range-Extender-Konzept in Großserie wage, sagte Reilly. Die Konkurrenz hinke technologisch gute zwei Jahre technologisch hinterher, gab sich Reilly überzeugt. Sollte der Ampera ein Erfolg werden, will Reilly die zweite Generation des Elektroautos in Europa fertigen lassen. „Das könnte im Jahr 2014 oder 2015 der Fall sein“, sagte Reilly in dem Interview. Der Ampera 2 soll dann auch deutlich billiger werden: Reilly hofft, dass die Batteriekosten bis dahin um gut die Hälfte sinken.

Ab 40.000 verkauften Elektroautos werde eine Fertigung auch in Europa realistisch. Dabei kämen GM-Werke in Frage, die bereits Autos vergleichbarer Größe herstellen. Das sind laut Reilly das britische Werk in Ellesmere Port, die polnischen Produktionsstätten – oder das Werk in Bochum.

Dieser Beitrag erschien zuerst im blog wattgetrieben: Opel will 2012 bis zu 15.000 Elektroautos verkaufen

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