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Elektro-Porsche Taycan wildert im 911er-Revier

Formel-E-Pilot und Porsche-Testfahrer Neel Jani mit einem Taycan-Prototyp

Die Zahl war rund, groß – und lange Zeit Verschlusssache. Doch nun haben hochrangige Porsche-Manager eine aktuelle Reservierungsnummer für ihr erstes reines Elektro-Modell genannt. Auf 30.000 Vorbestellungen kommt der Porsche Taycan, der ab Anfang 2020 ausgeliefert wird. Elf Monate hat der Taycan für die 30.000er-Marke gebraucht. Wenn die Reservierungen für den wohl mindestens 80.000 Euro teuren E-Sportler so weitergehen, schlägt der Taycan aus dem Stand die Jahresauslieferungszahlen des 911er, Porsches Sportwagen-Ikone.

Neue Elektrowelt gegen alten Verbrenner-Adel, ein Kulturkampf im eigenen Haus – das ergibt natürlich eine hübsche Schlagzeile, die auch vielen meiner Kollegen nicht entgangen ist. Mit einer reinen Reservierungszahlen-Meldung wollten wir uns bei manager-magazin.de aber nicht zufrieden geben, sondern die Story noch etwas weiterdrehen.

Wir entschieden uns daher, die Taycan-Reservierungen mit Kontext anzureichern – indem wir die bestverkauften Sportwagen-Modelle weltweit recherchierten. Ein Kollege meinte noch, dass er den Taycan möglichst auch noch in Bildern und mit ein paar Technik-Fakten sehen wollte. Deshalb habe ich in einer Bildergalerie noch alles zusammengetragen, was bisher über Porsches ersten rein batteriegetriebenen Elektro-Sportwagen bekannt und einigermaßen offiziell ist.

Porsche Taycan-Meldung gab online so richtig Stoff

Und da Porsche mit dem Taycan ja direkt gegen Elektroauto-Pionier Tesla anfährt, habe ich auch noch einen kurzen Schwenk auf mögliche Taycan-Probleme für Tesla und deren künftige Modellpolitik gewagt.

Weil ich all das noch recherchieren und zusammenschreiben musste, waren ich mit der Taycan-Vorreservierungszahl-Meldung später dran als viele Konkurrenten. Dafür hatten wir eine runde und vielschichtige Story auf der Seite, die nicht nur gut bei den manager-magazin.de-Lesern ankam – sondern auch im Google-Algorithmus, der unsere Story weit oben rankte (dieser Link führt direkt auf den Artikel auf manager-magazin.de)

Der Lohn der Gründlichkeit waren hohe fünfstellige Page Views und Visits innerhalb von nicht mal 24 Stunden – also eine Story, die extrem gut lief. Es lohnt sich also auch im schnelllebigen Online-Journalismus, lieber mal genauer hinzusehen und Zahlen mit Kontext zu versehen – also die klassischen journalistischen Tugenden zu beherzigen.

Ich bin Wirtschaftsjournalist, entwickle Online-Inhaltsformate und schreibe am liebsten Business-Berichte mit Biss - erzählt in der jeweils passenden Inhaltsform. Dafür nutze ich alle Möglichkeiten, die das Handwerkszeug des Online-Qualitätsjournalismus hergibt. Angeeignet habe ich mir das in mehr als einem Dutzend Jahren beim SPIEGEL-Verlag und der Verlagsgruppe Handelsblatt.

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