Nick Reilly, Chef von General Motors Europe und Opel, zeigte sich gegenüber der WirtschaftsWoche erleichtert über den erfolgreichen Börsenstart der Konzernmutter. „Es ist ein sehr wichtiger Tag für uns“, sagte der GM-Topmanager im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Ein Insolvenzverfahren ist kein angenehmes Erlebnis, doch in den USA mussten wir da durch. Doch das ist nun hinter uns“.

Der Ausgabepreis von 33 Dollar sei „vielversprechend“, sagte Reilly gegenüber dem in Düsseldorf erscheinenden Magazin. „Er liegt ein wenig höher als die Berater uns geraten haben. Doch wir glauben, dass GM das wert ist, und eine Menge Investoren denkt ebenso.“ Das sei ermutigend, so Reilly.

In den letzten Wochen ist das GM-Topmanagement quer durch die Welt gereist, um bei Investoren Stimmung für den Börsengang des US-Autoriesen zu machen. Das weltweit große Interesse „hat uns ermuntert, den Ausgabepreis und die Anzahl der ausgegebenen Aktien ein wenig zu erhöhen“, so Reilly gegenüber der Wirtschaftswoche. „Die Menschen meinen, dass GM offenbar auf dem richtigen Weg ist – und die US-Regierung ist darüber sicherlich auch glücklich.“

Im Ausgabeprospekt habe das Management ein ausgeglichenes Bild des Unternehmens mit Chancen, aber auch möglichen Risiken festgehalten. Auf dem US-Markt habe GM den Turnaround geschafft, sagte der Opel-Chef. Mit seinen nunmehr vier Marken Buick, Cadillac, Chevrolet und GMC habe der US-Autobauer nun einen höheren Marktanteil als zuvor mit acht Marken. Der durchschnittliche Transaktionspreis liege deutlich höher als zuvor. Deshalb habe das US-Geschäft in den letzten Quartalen „ziemlich beachtliche“ Gewinne eingefahren.

Auch im Rest der Welt sei GM überwiegend erfolgreich: Das China-Geschäft laufe hervorragend, GM sei dort Nummer eins. In Lateinamerika ziehen GMs Verkäufe ebenfalls an.

Anders sehe es allerdings in Europa aus: „Auf unserer Roadshow vor Investoren gab es eine Menge Fragen über GMs Europageschäft“, sagte Reilly gegenüber der WirtschaftsWoche. Europa sei bei der Restrukturierung „ungefähr ein Jahr hinter den USA zurück. „Aber wir tun hier ziemlich genau das gleiche wie in den Vereinigten Staaten: Wir verringern unsere Kapazitäten, indem wir das Werk Antwerpen schließen und Kosten auch mit Beteiligung unserer Mitarbeiter reduzieren“. Damit solle die Schwelle gesenkt werden, ab der Opel und Vauxhall wieder Gewinne ausweise. Dies werde möglicherweise schon 2011, spätestens aber 2012 geschehen. Die Restrukturierung des Europageschäfts sei eine große Aufgabe, laufe aber voll nach Plan.

Zusätzlichen Druck erwartet Reilly nach dem Börsengang der Konzernmutter nicht: „Wir machen uns selbst schon genug Druck, um möglichst schnell in die Gewinnzone zurückzukehren.“

Disclaimer: Diese Meldung fanden Sie am 18.11.2010 ab 16.20 auf wiwo.de

Reilly erleichtert über erfolgreichen Start der GM-Aktie
Chef von General Motors Europe nennt Ausgabepreis von 33 Dollar „vielversprechend“– Europa liege bei Restrukturierung nur ein Jahr hinter den USA und voll im Plan
Nick Reilly, Chef von General Motors Europe und Opel, zeigte sich gegenüber der WirtschaftsWoche erleichtert über den erfolgreichen Börsenstart der Konzernmutter. „Es ist ein sehr wichtiger Tag für uns“, sagte der GM-Topmanager im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Ein Insolvenzverfahren ist kein angenehmes Erlebnis, doch in den USA mussten wir da durch. Doch das ist nun hinter uns“.
Der Ausgabepreis von 33 Dollar sei „vielversprechend“, sagte Reilly gegenüber dem in Düsseldorf erscheinenden Magazin. „Er liegt ein wenig höher als die Berater uns geraten haben. Doch wir glauben, dass GM das wert ist, und eine Menge Investoren denkt ebenso.“ Das sei ermutigend, so Reilly.
In den letzten Wochen ist das GM-Topmanagement quer durch die Welt gereist, um bei Investoren Stimmung für den Börsengang des US-Autoriesen zu machen. Das weltweit große Interesse „hat uns ermuntert, den Ausgabepreis und die Anzahl der ausgegebenen Aktien ein wenig zu erhöhen“, so Reilly gegenüber der Wirtschaftswoche. „Die Menschen meinen, dass GM offenbar auf dem richtigen Weg ist – und die US-Regierung ist darüber sicherlich auch glücklich.“
Im Ausgabeprospekt habe das Management ein ausgeglichenes Bild des Unternehmens mit Chancen, aber auch möglichen Risiken festgehalten. Auf dem US-Markt habe GM den Turnaround geschafft, sagte der Opel-Chef. Mit seinen nunmehr vier Marken Buick, Cadillac, Chevrolet und GMC habe der US-Autobauer nun einen höheren Marktanteil als zuvor mit acht Marken. Der durchschnittliche Transaktionspreis liege deutlich höher als zuvor. Deshalb habe das US-Geschäft in den letzten Quartalen „ziemlich beachtliche“ Gewinne eingefahren.
Auch im Rest der Welt sei GM überwiegend erfolgreich: Das China-Geschäft laufe hervorragend, GM sei dort Nummer eins. In Lateinamerika ziehen GMs Verkäufe ebenfalls an.
Anders sehe es allerdings in Europa aus: „Auf unserer Roadshow vor Investoren gab es eine Menge Fragen über GMs Europageschäft“, sagte Reilly gegenüber der WirtschaftsWoche. Europa sei bei der Restrukturierung „ungefähr ein Jahr hinter den USA zurück. „Aber wir tun hier ziemlich genau das gleiche wie in den Vereinigten Staaten: Wir verringern unsere Kapazitäten, indem wir das Werk Antwerpen schließen und Kosten auch mit Beteiligung unserer Mitarbeiter reduzieren“. Damit solle die Schwelle gesenkt werden, ab der Opel und Vauxhall wieder Gewinne ausweise. Dies werde möglicherweise schon 2011, spätestens aber 2012 geschehen. Die Restrukturierung des Europageschäfts sei eine große Aufgabe, laufe aber voll nach Plan.
Zusätzlichen Druck erwartet Reilly nach dem Börsengang der Konzernmutter nicht: „Wir machen uns selbst schon genug Druck, um möglichst schnell in die Gewinnzone zurückzukehren.“

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