Der kalifornische Elektroauto-Hersteller Tesla fackelt nicht lang, wenn es um die Langstreckentauglichkeit seiner Autos geht. Damit Tesla Model S-Fahrer gut vorankommen, baut Tesla ein Netz von eigenen Schnelladesäulen entlang von Autobahnen auf – zunächst in den USA, aber seit einiger Zeit auch in Europa.

900 Autobahnkilometer in elfeinhalb Stunden: Mit einem Benzinmotor ist das anstrengend, aber machbar. Für Elektroautos war diese Distanz in einer solchen Zeit bisher schlichtweg unschaffbar – wegen längerer Ladezeiten. Doch die Zeiten ändern sich, deutsche Autobahnen werden zu Elektro-Highways: Das verspricht US-Autobauer Tesla. Der erste Abschnitt ist jetzt eröffnet.

Gemeinsam mit meinem Kollegen Nils-Viktor Sorge habe ich für manager magazin online das kostenlose Supercharger-Netzwerk exklusiv getestet. Wir waren europaweit die ersten Journalisten, die Teslas Schnellladestationen gründlich testeten – und über unsere Eindrücke live aus dem fahrenden Auto berichteten, Die Strecke München-Amsterdam ist binnen eines Tages zu schaffen, wie der Test zeigt – doch etwas mehr Planung verlangt eine solche Distanz den Elektromobilisten schon ab.

Ausgangslage: Startschuss für Langstreckenfahrten ium E-Auto?

Lösen diese Supercharger wirklich das Ladezeiten-Problem, mit dem alle Elektroautos kämpfen? Werden Elektroautos damit eine echte Alternative zu herkömmlichen Verbrenner-Fahrzeugen? Diesen Fragen sind mein Kollege Nils-Viktor Sorge und ich am 19. Dezember 2013 in einer Live-Reportage nachgegangen.

Unser Ansatz: Lautlos rasende Reporter – 900 Kilometer in 11 Stunden

Als europaweit erste Journalisten konnten wir Teslas Superchargerstationen in Europa noch vor der offiziellen Eröffnung testen. Wir setzen uns dabei ein typisches Business-Ziel: Von München nach Amsterdam zu fahren, um dort am Abend in den Flieger Richtung Hamburg zu steigen. Mit einem Benzinmotor sind solche Distanzen anstrengend, aber machbar. Doch mit Elektroautos waren so eng getaktete Langstreckenfahrten wegen der stundenlangen Ladezeiten bislang unmöglich.

Mit den Tesla-Superchargern, so vermuteten wir, sollte wir die 900 Kilometer lange Strecke in etwas mehr als elf Stunden zurücklegen können. Wenige Tage vor Weihnachten stiegen wir in München ins Model S und fuhren los. Aus dem fahrenden Auto berichteten wir live über unsere Lade-Erlebnisse, sprachen mit Tankstellen-Betreibern über das Zusatzgeschäft mit Tesla-Fahrern, und nahmen Leser-Fragen via Facebook und Twitter entgegen. Mit dieser Rundum-Reportage wollten wir herausfinden, ob Teslas noble S-Modelle tatsächlich das Zeug zum Langstrecken-Renner haben.

Das Ergebnis: Ein vielbeachteter Elektroauto-Test – knapp vor Weihnachten

Trotz des eher ungünstigen Testtermins knapp vor Weihnachten erreichten wir mit unserem Gesamtpaket (Ankündigung, Bildergalerie Supercharger-Netz, Liveticker, Kommentar danach) sechsstellige Klickzahlen – und boten unseren Lesern ein exakt getimtes Erlebnis, das kein anderes Medium vorweisen konnte. Unser Fazit der Fahrt war übrigens ziemlich eindeutig: Für Elektroautos beginnt so eine neue Epoche.

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