Modell des VW-Elektroautos Modell E-Golf auf der IAA 2013

Fast zwei Jahrzehnte Unternehmensberater, Opel-Interimschef und nun Oberstratege des Volkswagen-Konzerns: Thomas Sedran hat alles andere als eine klassische Autokonzern-Karriere durchlaufen. Nun ist es sein Job, Europas größten Autohersteller in eine schummelfreie Zukunft mit strengeren Emissionsgesetzen zu beamen.

Dafür plant er die E-volution und setzt auf VW-Elektroautos: Bereits in neun Jahren soll der Volkswagen-Konzern mehr als zwei Millionen Elektrofahrzeuge jährlich verkaufen. Die Zeitenwende, so erläuterte er mir in einem ausführlichen Gespräch, soll sehr viel schneller kommen als vielfach angenommen – nämlich bereits zwischen 2021 und 2023. “Ein Elektrofahrzeug wird dann gleich viel kosten oder sogar günstiger sein als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, das die zu diesem Zeitpunkt geltenden CO2-Richtlinien einhält.”

Noch sind Elektroautos wegen der hohen Batteriekosten 5000 bis 10.000 Euro teurer als vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotor. Doch in den kommenden Jahren fallen laut Sedran nicht nur die Preise für die Lithium-Ionen-Zellen kräftig. Weltweit wird die CO2-Gesetzgebung schrittweise verschärft, was Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor teurer macht. “Um den Verbrennungsmotor gesetzeskompatibel zu halten, müssen wir sehr viele Technologien zur Abgasnachbehandlung einbauen”, so Sedran. “Diese sind teuer, da kommen schnell mal 1000 oder 2000 Euro zusätzlich auf die Uhr”.

Insgesamt wird die persönliche Mobilität in Ländern mit strengeren Abgasnormen kostspieliger, meint Sedran. Auch die geplanten Einfahrtbeschränkungen in Städten würden Elektroautos bald deutlich attraktiver machen.

Das komplette Interview im Wortlaut lesen Sie hier auf manager-magazin.de.

Ich bin Wirtschaftsjournalist, entwickle Online-Inhaltsformate und schreibe am liebsten Business-Berichte mit Biss - erzählt in der jeweils passenden Inhaltsform. Dafür nutze ich alle Möglichkeiten, die das Handwerkszeug des Online-Qualitätsjournalismus hergibt. Angeeignet habe ich mir das in mehr als einem Dutzend Jahren beim SPIEGEL-Verlag und der Verlagsgruppe Handelsblatt.

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