Weißes Haar, bajuwarischer Zungenschlag, propere Anzüge: Wie ein Umstürzler wirkt VW-Konzernchef Matthias Müller beileibe nicht. Doch der Boss der Volkswagen AG hat durchaus Revolutionäres mit Europas größtem Autohersteller vor. Er will dem Konzern neue und tatsächlich andere Führungsstrukturen verpassen: Statt dem hierarischen Zentralismus der vergangenen Jahrzehnte erhalten nicht nur Baureihenleiter mehr Kompetenzen.

Aus eins macht drei – die zwei neuen Milliarden-Unternehmen bei VW

Nein, Müller gründet gleich zwei Unternehmen im Unternehmen: Er will neue Mobilitätsdienste künftig zentral in Berlin entwickeln lassen, die dann allen anderen Konzernmarken zur Verfügung stehen. Und er verschiebt fast ein Neuntel seiner Belegschaft in ein neues Gebilde: Denn die VW-eigene Komponentenfertigung, also die Motoren, Getriebe- und Plastikteilewerke, sollen zum eigenständigen Unternehmen werden.

Bei anderen Autoherstellern mag einiges davon längst Usus sei, für den Wolfsburger Autoriesen ist beides Neuland. Müller macht mal, um seinen Konzern für die Herausforderungen der Zukunft fitter zu machen. Was die Müllersche Marschrichtung für VW bedeutet, habe ich nach seiner Präsentation in einem Kommentar auf manager-magazin.de genauer analysiert. Ich wünsche allseits erkenntnisreiches Lesen!

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